Bürkle ist für uns das Idealbeispiel von deutscher Ingenieurskunst alter Schule: Wenn Sie etwas versprechen, halten sie es auch.
N.Selmay, VP Mobican

Mobican und BÜRKLE: Effizienz und Flexibilität in einer neuen Dimension

Seit der Gründung im Jahr 1988 steht das Unternehmen Mobican (Jean-sur-Richelieu, Québec) für hochwertige und funktionale Wohnmöbel, die Design, Qualität und Alltagstauglichkeit miteinander verbinden. Geprägt von europäischen Wurzeln und einem klaren, skandinavisch inspirierten Designverständnis entstehen bei Mobican Möbelstücke mit zeitloser Ästhetik, klaren Linien und einer ruhigen Formensprache. Die Produktpalette umfasst Schlafzimmer-, Esszimmer- und Wohnmöbel ebenso wie modulare Audio- und Video-Lösungen, die durch sorgfältig ausgewählte Hölzer, hochwertige Beschläge und langlebige Konstruktionen überzeugen. 

Eine zentrale Stärke des Möbelproduzenten ist dabei die außergewöhnlich hohe Fertigungstiefe. Die komplette Gestaltung und Produktion von der Furnierherstellung bis zur Endmontage der Möbel erfolgt im eigenen Werk in Kanada. Mobican ist daher nicht auf vorgefertigte Platten angewiesen, sondern kann Dekore, Materialstärken und Oberflächen flexibel selbst bestimmen und exakt auf Design- und Marktanforderungen herstellen. Diese Unabhängigkeit ermöglicht eine hohe Variantenvielfalt bei gleichzeitig konstantem Qualitätsniveau und unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, handwerkliche Präzision mit industrieller Effizienz zu verbinden.

Informationen zum Kunden
Mobican ist ein kanadischer, familiengeführter Möbelhersteller mit Sitz in Saint-Jean-sur-Richelieu in der Provinz Québec. Das Unternehmen wurde 1988 gegründet und hat sich auf hochwertige Wohnmöbel für Schlaf-, Ess- und Wohnbereiche spezialisiert. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgemäßem Design mit skandinavischen und europäischen Einflüssen sowie einer Kombination aus Funktionalität, Qualität und Langlebigkeit.

Mobican entwickelt und produziert seine Möbel vollständig in Kanada. Das Unternehmen verarbeitet vor allem hochwertige Holzarten wie Nussbaum, Eiche, Ahorn, Kirsche und Teak und legt großen Wert auf präzise Verarbeitung, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten sowie nachhaltige Fertigungsprozesse.

Mit dem kontinuierlichen Wachstum von Mobican stiegen in den vergangenen Jahren auch die technischen Anforderungen an die Produktion. Größere Möbelteile, steigende Stückzahlen und neue Materialkonzepte führten dazu, dass bestehende Fertigungsprozesse zunehmend an ihre Grenzen stießen. Gerade im Bereich der Plattenverpressung entwickelte sich die vorhandene Technik zum limitierenden Faktor insbesondere mit Blick auf die Vielzahl an Formaten und wechselnden Materialstärken. Der Neubau einer Produktionshalle bot daher die Gelegenheit, den Furnierbeschichtungsprozess grundlegend zu überdenken und technologisch neu auszurichten, um den eigenen Qualitätsanspruch auch unter wachsenden Marktanforderungen dauerhaft sicherzustellen.

Außenansicht Mobican, Saint-Jean-sur-Richelieu/ Kanada
Legebereich für Träger- und Deckmaterialien

Bereitschaft, Komplexität anzunehmen

Auch aufgrund des großen Produktportfolios suchte Mobican keine Standardlösung. Die Anforderungen gingen deutlich über das Übliche hinaus, da sehr unterschiedliche Materialstärken (von wenigen Millimetern), schmale Teile ab 200 mm Breite sowie großformatige Platten bis 5 × 10 Fuß verarbeitet werden sollten. Gleichzeitig sollte die Anlage selbstständig erkennen, welche Rezepte im Prozess gefordert sind und die Pressparameter ohne Eingriff des Bedieners automatisch anpassen. Viele Anbieter reagierten zurückhaltend, weil die Kombination aus Formatbreite, Automatisierung und Prozesssicherheit anspruchsvoll war und „klassische“ Pressenkonzepte schnell an ihre Grenzen bringen.

BÜRKLE setzte hier einen klaren Kontrapunkt: Schon im Erstgespräch signalisierte das Team, dass man diese Herausforderung nicht scheut, sondern aktiv lösen will. Für Mobican war genau das der Ausschlag. „Viele Lieferanten lehnten unsere Ideen zur Modernisierung unserer Produktion ab. Bürkle war an dieser Stelle anders und nahm die doch anspruchsvollen Ideen an. Das hat uns von Beginn an überzeugt“, sagt Patrick Selmay, CEO von Mobican.

Selmay hebt zudem die frühe Zusammenarbeit mit dem Projektteam um Axel Mayer hervor, die ihre Rolle nicht als reiner Lieferantenkontakt, sondern als technisch denkender Partner interpretierten, der Anforderungen sauber strukturiert und konkrete Lösungen daraus ableitet. Dieses Vertrauen war für Mobican zentral, da das Projekt nicht nur einzelne Maschinen betraf, sondern eine neue Prozesslogik für die Plattenproduktion einführte.

Eine neue Dimension in der Plattenproduktion

Die aus diesen Anforderungen abgeleitete Durchlaufpressenanlage ist daher nicht in einzelnen technischen Featuren konstruiert, sondern ein Zusammenspiel aus Pressentechnik, Sensorik, Handling und automatisierter Prozessführung. Das System erkennt jede eingehende Platte, misst Dicke und Position und stellt die Anlage automatisch auf das jeweilige Format ein. Damit werden extreme Format- und Dickenwechsel sowohl für kleine Einzelteile als auch für großformatige Möbelplatten ohne Umrüstzeiten möglich.

Im Kern arbeitet eine robuste Durchlaufpresse mit präziser Temperaturführung und gleichmäßiger Druckverteilung. Dadurch entstehen hochwertige Furnierergebnisse unabhängig von Materialstärke und Format. Dies ist ein wichtiger Punkt, da Mobican mit wechselnden Oberflächenanforderungen arbeitet und dennoch konstante Qualität liefern muss. Ergänzt wird die Durchlaufpresse durch ein vollautomatisches Handling, das den Materialfluss stabilisiert und gleichzeitig den Mitarbeiterbedarf reduziert. Die bis zu 120 kg schweren Holzwerkstoffplatten werden heute anstatt von vier von einem Maschinenbedienern produziert. „Mit der neuen Anlage haben wir unseren Personalbedarf um gut 75 % reduziert und gleichzeitig die Kapazität um das dreifache erhöht. Diese Zahlen belegen rückblickend, dass unsere Ideen und die Konzepte von Bürkle der richtige Ansatz waren. Bürkle ist für uns das Idealbeispiel von deutscher Ingenieurskunst alter Schule: Wenn Sie etwas versprechen, halten sie es auch“, resümiert Nicolas Selmay, Vice President von Mobican, das gemeinsame Projekt. 

 

Fazit: Ein Upgrade, das die Produktion neu definiert

Mit der neuen Linie hat Mobican einen Engpass in einen strategischen Vorteil verwandelt: Höhere Kapazität, deutlich weniger Personalbindung, effizientes Handling und eine Prozesslogik, die Variantenvielfalt nicht als Störfaktor, sondern als Standard beherrscht. Für Mobican ist das Projekt daher mehr als eine neue Anlage, es ist ein technologisches Fundament für zukünftiges Wachstum. 

Abstapelung für die verpressten Platten

© 2026 DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co. KG, HK Holz- und Kunststoffverarbeitung