Das (die erweiterte Walzlackieranlage) gibt uns deutlich mehr Flexibilität, weil wir schneller auf das reagieren können, was Lager und Kunden tatsächlich abrufen.
Daniel Braun, GF Braun Beton

Das 1964 gegründete und heute in zweiter Generation geführte Familienunternehmen Braun Beton hat gemeinsam mit BÜRKLE die Erweiterung seiner bestehenden Walzlackieranlage erfolgreich umgesetzt. Mit rund 20 Mitarbeitern ist der Betrieb auf Garten- und Terrassenplatten spezialisiert und beliefert den Baustoff-Fachhandel in Süddeutschland sowie in angrenzenden Märkten wie dem Elsass, der Schweiz und Österreich.

Auf der modernisierten Anlage werden digital bedruckte Betonplatten hergestellt, wobei Braun Beton mit dem Projekt ein klares Ziel verfolgt: Den Kunden mit hochwertigen, innovativen Produkten und einem klaren Qualitätsversprechen zu überzeugen.  Mit der neuen Linie wurde zeitgleich auf UV-Lacke umgestellt, um die Oberflächenqualität sowie die Beständigkeit weiter zu steigern und die Pflegeeigenschaften für den Endkunden spürbar zu verbessern. „Als Spezialist müssen wir bei jeder Platte kompromisslos liefern. Mit der Umstellung auf UV-Lacke schaffen wir eine deutlich höhere Oberflächenperformance und eine spürbar pflegeleichtere Lösung für den Alltag unserer Kunden.“ beschreibt Daniel Braun, Geschäftsführer von Braun Beton, die Idee hinter dem Projekt.

Informationen zum Kunden
Das traditionsreiche Familienunternehmen Braun Beton mit Sitz in Baiersbronn im Schwarzwald wurde 1964 gegründet und hat sich seither zu einem etablierten Hersteller von Betonwerkstein entwickelt. Über mehrere Generationen hinweg prägen Verlässlichkeit, regionale Verbundenheit und kontinuierliche Weiterentwicklung das Unternehmen.
Braun Beton ist spezialisiert auf die industrielle Herstellung hochwertiger Betonprodukte wie Platten, Stufen und individuelle Sonderlösungen für den Garten- und Landschaftsbau. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Langlebigkeit und nachhaltige Produktion positioniert sich das Unternehmen als zuverlässiger Partner für anspruchsvolle Bau- und Gestaltungsprojekte.

Der technologische Schritt nach vorn sollte nicht nur auf dem Papier überzeugen, sondern vor allem im Produktionsalltag stabil laufen und dauerhaft reproduzierbare Ergebnisse liefern. Von Beginn an wurde das Konzept deshalb eng mit dem Technologieexperten von BÜRKLE abgestimmt, um sicherzustellen, dass die neue Lösung perfekt zu den vorgesehenen Abläufen passt. „Braun Beton hatte ein klares Ziel vor Augen. Momentan wird die Anlage noch von mehreren Mitarbeitern bedient. Langfristig ist es jedoch das Ziel, die komplette Nachbearbeitungs- und Beschichtungsanlage inklusive Qualitätskontrolle mit nur zwei Personen zu betreiben. Die frühzeitige Absprache mit dem Lackierteam war die beste Grundlage, um eine Lösung zu entwickeln, die in der Produktion dauerhaft stabil läuft.“ erläutert Patrick Lenz, Vertriebsmanager bei BÜRKLE, als Ausgangslage des Projekts.

 

Präzision auf 30 Metern: Die neue Prozesskette im Einsatz

Die erweiterte Anlage folgt einer durchgängigen Prozesskette auf einer Gesamtlänge von rund 30 Metern. Sie arbeitet mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 5 Metern pro Minute und ist für eine Arbeitsbreite von 1.300 Millimetern ausgelegt. Den Prozess leitet eine sensorgesteuerte IR-Vorwärmung ein, die durch eine automatische Temperaturregelung eine präzise Temperierung der Teile sicherstellt. Nach dem Auftrag eines wässrigen Primers folgt die UV-Aushärtung des Digitaldrucks. Anschließend werden zwei Schichten Decklack aufgetragen, die die Oberfläche zuverlässig gegen Witterungseinflüsse sowie Verschmutzung schützen und den Produkten eine definierte Haptik sowie Rutschfestigkeit verleihen. Beide Lackschichten werden jeweils zwischengehärtet und final durch energieeffiziente UV-Lampen ausgehärtet.

 

Neben der Qualitätssteigerung stand zudem die Erweiterung der Produktionskapazität im Fokus. Braun Beton hat die Beschichtung über die Jahre schrittweise ausgebaut, sodass heute drei Platten parallel beschichtet werden können. „Wir haben mit einer Platte angefangen, dann wurden es zwei und jetzt sind wir bei drei Produkten nebeneinander. Das gibt uns deutlich mehr Flexibilität, weil wir schneller auf das reagieren können, was Lager und Kunden tatsächlich abrufen.“ erklärt Daniel Braun die Vorteile.

 

Dass die Erweiterung so reibungslos umgesetzt werden konnte, lag auch an der vorausschauenden Planung des Unternehmens. Da Braun Beton bereits beim Hallenneubau vor zehn Jahren die entsprechenden Weichen gestellt hatte, waren keine baulichen Anpassungen an der Substanz notwendig. Diese infrastrukturelle Basis unterstützt auch das langfristige Ziel, die Anlage im Zielzustand mit nur zwei Personen hocheffizient zu betreiben. Auch im laufenden Unterhalt erweist sich das Konzept als äußerst praxisnah. Die Wartung und Reinigung sind so organisiert, dass nach Produktionsende lediglich der Lack aus Walze und Rücklauf gefahren werden muss. „Gerade bei der Erweiterung einer Bestandsanlage entscheiden saubere Schnittstellen über einen schnellen Produktionsstart. Durch die enge Abstimmung aller Partner konnten wir die Wiederaufnahme der Produktion planbar und effizient umsetzen.“ hebt Philipp Jauch, Projektleiter bei BÜRKLE, den strukturierten Hochlauf hervor.